EDITORIAL

Nachhaltig 2.0

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  • Autor: Boris Schade-Bünsow, Chefredakteur Bauwelt

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ hat die Ketten seiner vermeintlichen Trivialität gesprengt. Ging es früher zunächst fast nur darum, so wenig Energie wie möglich für den Betrieb und die Erstellung von Bauwerken zu verbrauchen, so erweiterte sich die Bedeutung des Begriffes später um die Reduzierung der CO2-Emissionen, was praktisch dasselbe war. Es stand zu befürchten, dass dies schon alles war. Zum Glück ist es so nicht gekommen.

Heute ist der Begriff mit Zukunftsfähigkeit und Verantwortung verbunden. Es geht um die Planung und Errichtung von Gebäuden, die gleichermaßen wenig Energie verbrauchen und zusätzlich nachhaltig im Sinne der Dauerhaftigkeit sind. Es geht darum, Ressourcen verantwortlich einzusetzen und genauso verantwortlich mit der Umwelt umzugehen. GROHE tut dies. In unserem ersten Beitrag geht es um das Projekt Pacific Garbage Screening der Architektin Marcella Hansch, wir fragen: Was treibt sie an und was hat GROHE damit zu tun?

Architektur zeigen wir in unterschiedlichem Maßstab und in unterschiedlichen Typologien. Aber immer geht es uns um das Besondere, das Dauerhafte und das nachhaltig Optimierte. Die Architekten Annette Axthelm und Henner Rolvien aus Potsdam verknüpfen mit dem KPM Hotel in Berlin 250 Jahre Industriekultur und Porzellandesign mit zeitgenössischer Gestaltung. Martin Henn, Architekt und Entwerfer der dritten Generation bei HENN, München, Berlin, Peking, und Chris Middleton, Partner bei Kinzo aus Berlin, entwarfen gemeinsam das neue Headquarter des ehemaligen Start-ups Zalando. Der eine das Gebäude, der andere das Interior. Uns interessierten das Ergebnis und die Aufgabenteilung, deswegen sprachen wir mit beiden.

Und schließlich fragten wir uns, wie es Heike und Detlef Sommer, sommer + sommer architekten Berlin, bei ihrem fünfgeschossigen Wohnungsbau erreicht haben, anspruchsvolle Architektur, energiesparende, ausgeklügelte Gebäudetechnik und niedrige Mietpreise unter einen Hut zu bringen. Das gelingt nur mit einem verantwortungsbewussten Bauherren. Hier waren es die Architekten gleich selbst.

Gewinnbringende Erkenntnisse wünscht

Boris Schade-Bünsow, Chefredakteur Bauwelt

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